Der Natur nachempfunden

Eine Kapillarrohrmatte ähnelt dem menschlichen Blutkreislauf:
Der Gesamtmassenstrom wird in parallel durchströmte Kapillare aufgeteilt. Die Strömungsgeschwindigkeiten in den Arterien und in den Kapillarrohren liegen bei 0,05 m/s bis 0,2 m/s. Zum Kühlen bzw. Heizen von Räumen strömt kaltes bzw. warmes Wasser durch die Kapillarrohre mit einem Außendurchmesser von 3,4 oder 4,3 mm.

 

Kapillarsystem
im menschlichen Blutkreislauf
Kapillarrohrsystem
im Heiz- und Kühlkreislauf
Kapillarsystem im menschlichen Blutkreislauf©pikovit-stock.adobe.com

© pikovit - stock.adobe.com

Kapillarrohrkreislauf im Heiz- und Kühlsystem_Clina Darstellung

 

Kapillarrohrmatten von Clina

Für die Herstellung von Clina Kapillarrohrmatten, Rohren und Zuleitungen verwenden wir ausschließlich hochwertiges Polypropylen-Random-Copolymerisat (PP-R), DIN EN ISO 1873-1.

Um für jede Anwendung eine ideale Kapillarrohrmatte zur Verfügung zu stellen, forscht und entwickelt das Team von Clina in Berlin seit den 90er Jahren. Die aktuell erhältlichen Matten unterscheiden sich hinsichtlich Durchmesser & Abstand der Kapillarrohre, Form, Durchmesser und Lage der Stammrohre, sowie einem Trägermaterial. Darüber hinaus sind verschiedene Anschlüsse erhältlich.

Grundformen der Clina Kapillarrohrmatten

G - Matte

S - Matte

U - Matte

Clina Kapillarrohrmatte_Grundform_G-Matte Clina Kapillarrohrmatte_Grundform_S-Matte Clina Kapillarrohrmatte_Grundform_U-Matte
G = GERADE MATTE S = MATTE MIT SCHLAUFEN U = UMGELENKTE MATTE

 

Grundtypen der Clina Kapillarrohrmatte

Vorteile gegenüber dem Single-Rohrsystem

Die Kapillarrohrmatten mit paralleler Durchströmung  haben folgende hervorragende Eigenschaften:

  • geringer Druckverlust (Kostensenkung Umwälzpumpe)
  • hohe Dynamik (kurze Reaktionszeiten von nur wenigen Minuten)
  • große Wärmeaustauschfläche dank geringer Kapillarrohrabstände (gleichmäßige Wärmeverteilung auf den Oberflächen)
  • geringe Differenzen zwischen System- und Umgebungstemperatur (energiesparend, hohe Effizienz)

Diese Eigenschaften sorgen u.a. für eine Raumtemperierung mit höchstem Komfort & Wohlbefinden.

Weitere Vorteile:

  • hohe Heiz- und Kühlleistungen 
  • geringes Gewicht
  • sehr flexibel (u.a. anpassbar an gewölbte Flächen) 

Einsatzbereiche

Clina Kapillarohrsysteme werden überall dort bevorzugt eingesetzt, wo die Zielsetzungen nach behaglichem Raumklima, geringen Betriebs- und Unterhaltskosten sowie umweltfreundlicher Betriebsweise erfüllt werden müssen.

Daneben spielen häufig auch architektonische Gründe wie Oberflächeneigenschaften, Platzbedarf und Flexibilität eine wichtige Rolle. Kapillarrohrmatten werden im Neubau und bei Sanierungen von unterschiedlichsten Gebäudetypen eingesetzt.

Kapillarrohrmatten werden als Heiz- und Kühlsysteme in Raumflächen oder als Raumelement GRAVIMAT zum Heizen, Kühlen und Entfeuchten sowie zur Energiegewinnung & Energiespeicherung eingesetzt. Seit langem werden Kapillarrohrmatten als Erdkollektor sowie in Pilotprojekten als Fassadenabsorber und im Latentwärmespeicher genutzt.

(WWW.PROJEKTWEBSITE.DE)
(Andreas Hauer, Stefan Hiebler, Manfred Reuß, Wärmespeicher, BINE-Fachbuch, 5. Aufl., 2013) 

Herstellung

Alle Clina Kapillarrohrmatten werden in Deutschland aus hochwertigem Polypropylen hergestellt. Stetig weiterentwickelte Produktionsmaschinen und eine einzigartige Schweißtechnik zur Verbindung der Kapillarrohre mit dem Stammrohr sorgen für einen sehr hohen Qualitätsstandard und ermöglichen eine langjährige Garantie. Jedes Produkt wird einer intensiven Qualitätsprüfung unterzogen, bevor es das Unternehmen verlässt.

Umgang mit Sauerstoffdiffusion

Sauerstoff diffundiert durch Polypropylen (PP), d.h. er gelangt durch die Wandung in das Rohr. Bis zum Erreichen der Sättigungsgrenze dringt Sauerstoff, nicht zu verwechseln mit Luft, in das System ein. Da sauerstoffhaltiges Wasser zu Korrosion führt, ist es unerlässlich, das System in korrosionsbeständigen Materialien auszuführen. Wenn Wärme- oder Kälteerzeuger nicht korrosionsbeständig sind, ist eine Systemtrennung mittels Wärmetauscher zur Ausbildung eines Sekundärkreislaufes empfohlen.

Allgemeiner Irrglaube ist, dass diffusionsdichte Rohrleitungen dazu führen, dass kein Sauerstoff in die Anlage eindringt. Über Ventile und Rohrverschraubungen gelangt immer Sauerstoff in jedes System – was früher oder später zu Korrosion und Verschlammung führt. 

Daher ist es durchaus Stand der Technik, eine stoffliche Trennung mittels Wärmetauscher zwischen Primär- und Sekundärkreislauf vorzunehmen. Innerhalb des Sekundärkreislaufes (Kapillarrohrsystem) sind ausschließlich korrosionsbeständige Komponenten einzusetzen. 

Bei Fragen zu diesem Thema beraten Sie die Mitarbeiter von Clina auch sehr gerne telefonisch.